Interview mit dem Präsidenten - CIGR Nordstad

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Interview mit dem Präsidenten

Présentation


Herr Thill, was verstehen Sie unter Solidarwirtschaft ?

Die Solidarwirtschaft ist für mich ein Dienst am Bürger, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht, nicht der ökonomische Gewinn. Unser Nachbarschaftsdienst d'Äerdwiermercher ist eine Hilfsleistung für Personen ab 60 Jahre und/oder für hilfsbedürftige Personen, die in den Gemeinden Colmar-Berg, Diekirch, Mertzig oder Schieren wohnen. Wir können kleine Arbeiten im oder ums Haus erledigen wie z.Bsp Glühbirne auswechseln, Schnee räumen u.v.m.   

Wir wollen mit unseren Diensten aber nicht in Konkurrenz zur Privatwirtschaft stehen deshalb ist auch ein Privatunternehmer vertreten.
Als Vize-Präsident achtet dieser auch mit darauf, dass das CIGR Nordstad keine Konkurrenz zur Privatwirtschaft darstellt.

Ein Engagement in der Politik ist abwechslungsreich und fordernd. Was hat Sie dazu bewegt, sich politisch einzubringen ?

Das sind die sozialen Aspekte des Zusammenlebens in der Gemeinde. Aktiv an der Entwicklung der Gesellschaft auf kommunaler Ebene mitzuwirken, bietet gute Möglichkeiten, die Lebensqualität der Bürger unserer Gemeinde zu verbessern.

Sie sind politisch tätig und engagieren sich ausserdem sehr im CIGR Nordstad. Welche Gründe und Anlässe gibt es hierfür ?


Die Idee der Solidarität war für mich ausschlaggebend. Ab 2001 gab es mit OPE Gespräche über die Einrichtung unseres CIG. Die Konvention wurde 2003 unterschrieben und 2004 haben wir das CIGR Nordstad eröffnet. Seither bekleide ich das amt des Präsidenten und bin sozusagen ein "Mann der ersten Stunde".

Ausserdem bin ich überzeugt, dass die Solidarwirtschaft eine reale Zukunft in unserer Gesellschaft hat, nicht um kurzfristige Arbeitsplätze zu schaffen, sondern um neue Ideen zu entwicklen und diese dauerhaft und sinnvoll umzusetzen. In diesem Sinne geht es auch im Verwaltungsrat um überparteiliche, freiwillige und persönliche Zusammenarbeit.

Welche Wünsche haben Sie für die künftige Entwicklung der Solidarwirtschaft im loaklen Rahmen ?

Vor allem, dass alle 6 Nordstad-Gemeinden mitmachen, momentan sind Colmar-Berg, Diekirch, Mertzig und Schieren involviert. Es gibt eine Reihe von Projekten. Unter anderem gibt es in Diekirch unseren Kalendula Garten. Hier haben wir ein generationenübergreifendes Projekt geschaffen, denn der Garten befindet sich direkt beim Pflegeheim "Sacré-Coeur" und der angrenzenden Grundschule.

In Mertzig wurde bereits ein grosser Spielplatz eingeweiht. Dieser wurde geplant und von unseren Mitarbeitern fertiggestellt. Alle unsere Projekte sind von Luxcontrol abgenommen und somit für die Sicherheit der Kinder garantiert. In Schieren wurde ein Projekt eines ökologisch ausgerichteten Schulhofes umgesetzt. Die Planung, was auf dem Platz entstehen soll, erfolgte in Zusammenarbeit mit den Schulkindern und dem Lehrpersonal. Des Weiteren fand ein Aktionstag stand an dem sich sowohl die Kinder, die Eltern, das Lehrpersonal und die Mitarbeiter des CIGR Nordstad eingefunden haben um Ihren Spielplatz selbst zu gestalten. In Colmar-Berg wurde ein Erholungsplatz nahe der Fahrradpiste errichtet.

Es gibt noch viel zu tun, deshalb benötigen wir in einigen Schlüssel-Positionen, Mitarbeiter/innen die über das nötige Know-how verfügen. Zur besseren Absicherung der Projekte wären hier unbefristete Arbeitsverträge wünschenswert.

Wir möchten vor allem vielen Menschen zu einer Arbeit verhelfen oder Ihnen mindestens ein Praktikum ermöglichen. Bei uns im CIGR Nordstad legen wir sehr viel Wert auf Aus- und Weiterbildungen, somit haben unsere Mitarbeiter bessere Vermittlungschancen.

 
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